Von der folgenden Aktion gibt es auch nur ein Foto. Es geht um das Einbauen der Rocky Mountain Brakes und das Einstellen der Bremsen generell.
Zu den Rocky Montain Brakes gab es ja bereits in vorherigen Beiträgen einige Bilder. Im Prinzip sind das aussenliegende Trommelbremsen an der Hinterachse.
Der Einbau ist kein Hexenwerk, man muss sich nur etwas konzentrieren und mitdenken. Hier das einzige Bild von der Betätigungsmechanik, die vorne am Getriebeausgang befestigt wird.
Es hat auch keine Zweck textuell zu erklären, wie die Mimik eingebaut wird. Ohne Bilder ist das schwierig zu verstehen. Das liefere ich später nach.
Das erste grobe Einstellen der Bremsen habe ich bei aufgebockter Hinterachse gemacht. Das ging gar nicht so schlecht. Die Schwierigkeit besteht darin, daß mit dem Handbremshebel die Emergency-Brake und die Rocky Mountain Brake zusammen eingestellt werden müssen und bei der Betätigung der Fußbremse sollen die Rocky Mountain Brakes zusammen mit der Getriebebremse für Verzögerung sorgen. Die Einstellung ist am Ende ein reines Geduldsspiel. Ich habe in Summe bestimmt einen kompletten Tag damit zugebracht. Man kann es leider nur sehr schwer bildlich festhalten.
Nun zur Sache mit dem verpassten Zieltermin. Eigentlich wollte ich mein Model T bis zum ersten August-Wochenende fertig haben mit TÜV und etlichen Testkilometern auf dem Tacho. An diesem Wochenende findet die große Hauptausfahrt des Model T Clubs in Österreich statt. Bereits Anfang Juli war mir klar, daß das nicht mehr klappen wird und ich wollte kurz vor Schluß auch nicht in Hektik verfallen und damit Fehler machen. Sicherheit geht hier eindeutig vor. Aber ich wollte zumindest vor dem Treffen testen, ob der Motor läuft und die Kompression des Motors in Ordnung ist. Damit hätte ich beim Treffen, das ich - Plan B -mit dem Motorrad besuchen wollte, wenigstens die Experten um Rat fragen können, hätte der Motor nicht funktioniert.
Den TÜV-Termin hatte ich zu diesem Zeitpunkt schon für den 7. August vereinbart, also am Donnerstag nach dem Treffen in Österreich. Ich habe auch sicherheitshalber die ganze Woche Urlaub genommen um ausreichend Vorbereitungszeit zu haben. Das mit dem TÜV sollte schliesslich im ersten Anlauf klappen.
In diesem Blog werde ich in loser Folge meine Erfahrungen und Erlebnisse mit meinem Ford Model T Touring, Baujahr 1923, veröffentlichen.
Dienstag, 29. Juli 2014
Samstag, 26. Juli 2014
Verflixt, es passt irgendwie nicht zusammen am Getriebe
Ich hatte ja mit vielen Problem bei der Montage des Model T gerechnet, aber damit nicht:
Der Bremslichtschalter wird links am Getriebeausgang festgeschraubt. Sch.... Das ist genau die Seite an der bei mir auch das Schaltgestänge der Ruckstell-Hinterachse angeschlagen war. Das war im ersten Augenblick erst einmal frustrierend. So kurz vor der Fertigstellung so ein blödes Problem. Besonders weil ich damit überhaupt nicht gerechnet hatte.
Nach kurzem Überlegen kam mir dann die Erleuchtung: Die Aufnahme für das Schaltgestänge ist Gott sei Dank symmetrisch ausgeführt. Das heisst man kann es auch so montieren, dass die Mechanik rechts vom Getriebe liegt. So ist es übrigens auch auf allen alten Bildern und Anleitungen zu sehen. Keine Ahnung warum das bei meinem Model T anders war und eine recht kompliziert gebogenes Gestänge um die Batterie herumgeführt wurde.
Auf dem Bild oben sieht man links vom Getriebe den Bremslichtschalter und rechtsvom Getriebe den unteren Teil des Schalthebels für das Ruckstell-Getriebe.
Ich musste mir nur noch etwas mit der Stange einfallen lassen, die zur Hinterachse ging, die war jetzt natürlich zu kurz. Nachdem ich aber sicherheisthalber die ersten Kilometer ohne Betätigung des Ruckstell-Getriebes fahren wollte, habe ich die Lösung dieses Problems erst einmal nach hinten geschoben und die Stange weggelassen.
Der Bremslichtschalter wird links am Getriebeausgang festgeschraubt. Sch.... Das ist genau die Seite an der bei mir auch das Schaltgestänge der Ruckstell-Hinterachse angeschlagen war. Das war im ersten Augenblick erst einmal frustrierend. So kurz vor der Fertigstellung so ein blödes Problem. Besonders weil ich damit überhaupt nicht gerechnet hatte.
Nach kurzem Überlegen kam mir dann die Erleuchtung: Die Aufnahme für das Schaltgestänge ist Gott sei Dank symmetrisch ausgeführt. Das heisst man kann es auch so montieren, dass die Mechanik rechts vom Getriebe liegt. So ist es übrigens auch auf allen alten Bildern und Anleitungen zu sehen. Keine Ahnung warum das bei meinem Model T anders war und eine recht kompliziert gebogenes Gestänge um die Batterie herumgeführt wurde.
Auf dem Bild oben sieht man links vom Getriebe den Bremslichtschalter und rechtsvom Getriebe den unteren Teil des Schalthebels für das Ruckstell-Getriebe.
Ich musste mir nur noch etwas mit der Stange einfallen lassen, die zur Hinterachse ging, die war jetzt natürlich zu kurz. Nachdem ich aber sicherheisthalber die ersten Kilometer ohne Betätigung des Ruckstell-Getriebes fahren wollte, habe ich die Lösung dieses Problems erst einmal nach hinten geschoben und die Stange weggelassen.
Bastelsatz Bremslichtschalter
War aber dank der ausführlichen Anleitung nicht schwer:
Es ist zwar alles neu und modern, aber von seiner mechanischen Konstruktion her passt der Schalter einwandfrei zum Rest des Autos.
Finale Montage der Trommelbremse (Emergency break)
Der nächste Schritt ging schnell von der Hand, war aber auch einfach. Es mussten noch die beiden Rollenlager ins Achsgehäuse und die neuen Bremsbeläge der Emergency Break ( Handbremse und Notbremse ) eingebaut werden. Das ging ohne Problemchen über die Bühne.
Auf dem nächsten Bild sieht man links bereits das eingesteckte Lager. Es fehlt nur noch die Filzdichtung und der Blechring oben drüber.
Ich bin gerade am überlegen, wie oft ich diese Bremsbeläge schon eingebaut und wieder ausgebaut hatte. Keine Ahnung.
Auf dem nächsten Bild sieht man links bereits das eingesteckte Lager. Es fehlt nur noch die Filzdichtung und der Blechring oben drüber.
Ich bin gerade am überlegen, wie oft ich diese Bremsbeläge schon eingebaut und wieder ausgebaut hatte. Keine Ahnung.
Endlich: Die Hinterachse kommt wieder ans Model T
Endlich konnte die Hinterachse mitsamt der Antriebswelle wieder eingebaut werden.
Nachdem die Achse und die Abtriebswelle vom Garagendachboden nach unten geschafft waren, ging es gleich an den Zusammenbau. Das ist auch nicht sonderlich kompliziert, das Gehäuse der Antriebswelle wird ordentlich ausgerichtet und mit 6 Schrauben an den Achskörper geschraubt. Abgedichtet habe ich alles mit einer flüssigen Dichtmasse, die nach wenigen Minuten fest wird.
Hier liegt alles schön vorpositioniert da. Die Radius-Rods, also die Stangen von den äußeren Enden der Achse an das obere Ende der Antriebswelle (im Bild rechts) sind schon am der Achse festgeschraubt.
Im Prinzip müsste also eigenlich nur noch das Wellengehäuse mit dem Achsgehäuse verschraubt werden.
So der Plan. Ganz so einfach war es dann doch wieder nicht. Ich habe einen kleine Fehler gemacht, der aber letztendlich dazu führt, daß man die komplette Verschraubung wieder lösen muss.
Das Problem liegt am oberen Ende des Gehäuses der Antriebswelle. Bevor man die Welle mit der Achse verschraubt, muss man die Gewinde am oberen Ende der beiden Stangen durch zwei angegossene Augen führen. Alles noch kein Problem. Blöderweise kann man dann aber die Muttern nicht mehr auf die Gewinde aufschrauben, weil zwischen Gewinde und Gehäuse zu wenig Platz ist. Das war vermutlich Absicht, daß, sollte sich eine der Muttern lösen, diese nicht komplett verloren gehen kann. Ist etwas schwierig zu beschreiben das Problem, ein detailliertes Foto habe ich leider nicht. Ich bin mir sicher, daß viele, die bereits ihre Hinterachse zerlegt haben, das gleiche Problem hatten und jetzt schmunzelnd vorm Rechner sitzen.
Also den ganzen Kram noch einmal aufgemacht - damit natürlich die Flüssigdichtung ruiniert - und noch einmal alles von vorne. Der Trick: man schiebt die Gewindeenden der Stangen nur einen Zentimeter durch das Auge und dreht die Muttern auf. Dann schiebt man die Stangen weiter rein und dreht immer wieder die Muttern nach. Nur so hat das bei mir geklappt.
Getriebeseitig habe ich das überholte 4. Hauptlager mit neuen Dichtungen versehen und ins Getriebegehäuse eingeschoben:
Sieht optisch ganz ordentlich aus. Ob es auf Dauer eine Lösung ist, wird sich zeigen müssen.
Jetzt nur noch das Kardangelenk ordentlich einfetten und dann kann die Hinterachse eingebaut werden:
Die Schäkel, mit der die Hinterachse an der Blattfeder befestigt werden, waren schon ziemlich ausgenudelt und wurden durch neue Schäkel ersetzt. Ungeschickterweise habe ich mir diese nicht aus den USA bestellt und musste sie für teuer Geld in Deutschland kaufen. Daher habe ich auch auf die etwas billigere, zweigeteilte Variante zurückgegriffen. Interessanterweise waren die Buchsen in den Federn kaum abgenutzt und ich habe diese weiter verwendet.
Leider gibt es vom Einbau der Hinterachse selbst keine Fotos. Da hatte ich keine Zeit für Fotos.
Es ist im Prinzip ja auch recht simpel und man kann es problemlos alleine machen. Es gibt allerdings einen Trick dabei. Ohne den klappt es nicht.
Solange die Hinterachse ausgebaut ist, ist die Blattfeder entspannt und die beiden Buchsen für die Schäkel sind zu eng beieinander. So schafft man es nicht die Schäkel zu montieren. Der Trick hier ist so einfach wie genial. Er steht auch so in der originalen Reparaturanleitung. Wenn man die Antriebswelle mit dem Getriebe verschraubt hat, dann stellt man die Hinterachse auf zwei Montageböcke in der Höhe, in der man später die Hinterräder montieren kann. Man verschraubt nun erst die Schäkelaufnahmen an den beiden Achsenden. Anschliessend legt man ein ca 4,5 cm Kantholz zwischen die Enden der Blattfeder und die Hinterachse. Jetzt läßt man den Wagen langsam nach unten. Durch das Gewicht der Karosserie wird die Blattfeder auf die beiden Kanthölzer gedrückt und die Enden er Blattfeder schieben sich in Richtung Achsenden und damit in die korrekte Position, dass man die beiden Schäkel einstecken und verschrauben kann.
In ersten Anlauf hat das bei mir leider nicht geklappt, da die Hinterachse offenar nicht ordnentlich ausgerichtet war bezüglich der Karosserie. Also nochmal hoch die Karosserie, Achse ordentlich ausgerichtet und dann war es ein Kinderspiel.
Auf den beiden Fotos ist die Achse schon eingebaut und verschraubt.
Nachdem die Achse und die Abtriebswelle vom Garagendachboden nach unten geschafft waren, ging es gleich an den Zusammenbau. Das ist auch nicht sonderlich kompliziert, das Gehäuse der Antriebswelle wird ordentlich ausgerichtet und mit 6 Schrauben an den Achskörper geschraubt. Abgedichtet habe ich alles mit einer flüssigen Dichtmasse, die nach wenigen Minuten fest wird.
Hier liegt alles schön vorpositioniert da. Die Radius-Rods, also die Stangen von den äußeren Enden der Achse an das obere Ende der Antriebswelle (im Bild rechts) sind schon am der Achse festgeschraubt.
Im Prinzip müsste also eigenlich nur noch das Wellengehäuse mit dem Achsgehäuse verschraubt werden.
So der Plan. Ganz so einfach war es dann doch wieder nicht. Ich habe einen kleine Fehler gemacht, der aber letztendlich dazu führt, daß man die komplette Verschraubung wieder lösen muss.
Das Problem liegt am oberen Ende des Gehäuses der Antriebswelle. Bevor man die Welle mit der Achse verschraubt, muss man die Gewinde am oberen Ende der beiden Stangen durch zwei angegossene Augen führen. Alles noch kein Problem. Blöderweise kann man dann aber die Muttern nicht mehr auf die Gewinde aufschrauben, weil zwischen Gewinde und Gehäuse zu wenig Platz ist. Das war vermutlich Absicht, daß, sollte sich eine der Muttern lösen, diese nicht komplett verloren gehen kann. Ist etwas schwierig zu beschreiben das Problem, ein detailliertes Foto habe ich leider nicht. Ich bin mir sicher, daß viele, die bereits ihre Hinterachse zerlegt haben, das gleiche Problem hatten und jetzt schmunzelnd vorm Rechner sitzen.
Also den ganzen Kram noch einmal aufgemacht - damit natürlich die Flüssigdichtung ruiniert - und noch einmal alles von vorne. Der Trick: man schiebt die Gewindeenden der Stangen nur einen Zentimeter durch das Auge und dreht die Muttern auf. Dann schiebt man die Stangen weiter rein und dreht immer wieder die Muttern nach. Nur so hat das bei mir geklappt.
Getriebeseitig habe ich das überholte 4. Hauptlager mit neuen Dichtungen versehen und ins Getriebegehäuse eingeschoben:
Sieht optisch ganz ordentlich aus. Ob es auf Dauer eine Lösung ist, wird sich zeigen müssen.
Jetzt nur noch das Kardangelenk ordentlich einfetten und dann kann die Hinterachse eingebaut werden:
Die Schäkel, mit der die Hinterachse an der Blattfeder befestigt werden, waren schon ziemlich ausgenudelt und wurden durch neue Schäkel ersetzt. Ungeschickterweise habe ich mir diese nicht aus den USA bestellt und musste sie für teuer Geld in Deutschland kaufen. Daher habe ich auch auf die etwas billigere, zweigeteilte Variante zurückgegriffen. Interessanterweise waren die Buchsen in den Federn kaum abgenutzt und ich habe diese weiter verwendet.
Leider gibt es vom Einbau der Hinterachse selbst keine Fotos. Da hatte ich keine Zeit für Fotos.
Es ist im Prinzip ja auch recht simpel und man kann es problemlos alleine machen. Es gibt allerdings einen Trick dabei. Ohne den klappt es nicht.
Solange die Hinterachse ausgebaut ist, ist die Blattfeder entspannt und die beiden Buchsen für die Schäkel sind zu eng beieinander. So schafft man es nicht die Schäkel zu montieren. Der Trick hier ist so einfach wie genial. Er steht auch so in der originalen Reparaturanleitung. Wenn man die Antriebswelle mit dem Getriebe verschraubt hat, dann stellt man die Hinterachse auf zwei Montageböcke in der Höhe, in der man später die Hinterräder montieren kann. Man verschraubt nun erst die Schäkelaufnahmen an den beiden Achsenden. Anschliessend legt man ein ca 4,5 cm Kantholz zwischen die Enden der Blattfeder und die Hinterachse. Jetzt läßt man den Wagen langsam nach unten. Durch das Gewicht der Karosserie wird die Blattfeder auf die beiden Kanthölzer gedrückt und die Enden er Blattfeder schieben sich in Richtung Achsenden und damit in die korrekte Position, dass man die beiden Schäkel einstecken und verschrauben kann.
In ersten Anlauf hat das bei mir leider nicht geklappt, da die Hinterachse offenar nicht ordnentlich ausgerichtet war bezüglich der Karosserie. Also nochmal hoch die Karosserie, Achse ordentlich ausgerichtet und dann war es ein Kinderspiel.
Auf den beiden Fotos ist die Achse schon eingebaut und verschraubt.
Donnerstag, 24. Juli 2014
Die Chokebetätigung - oder: dreimal abgeschnitten und immer noch zu kurz
Ein Model T hat zwei "Fernbedienungen" für den Choke (Kaltstarteinrichtung am Vergaser). Einmal gibt es einen Knopf auf der rechten Seite des Armaturenbrettes. Das macht auch Sinn, wenn man das Model T mit dem Elektrostarter in Gang bringt. Da sitzt man ja schliesslich im Fahrzeug.
Nun hat aber auch jedes Model T eine Kurbel zum Anlassen des Motors. Aus diesem Grund gibt es auch noch eine "Fernbedienung" auf der Vorderseite des Kühlers. Damit kann man den Choke betätigen, wenn man das Model T mittels Kurbel anlässt. Die Fernbedienung ist nichts anderes als ein Draht, der durch den Kühler gesteckt wird. Vorne am Kühler ist ein Auge gebogen, um mit dem Finger den Choke zu ziehen:
Hinten wird der Draht durch einen Hebel am Vergaser geführt und dort umgebogen:
Im Eifer des Gefechtes habe ich mich leider mit der Länge des Drahtes vertan, so daß der Choke immer leicht gezogen war. Das ging natürlich gar nicht. Beim Zurückbiegen des Drahtes habe ich auch gemerkt, daß ein Messingdraht nicht die ideale Lösung ist. Der lässt sich einmal schön biegen, neigt aber beim Zurückbiegen dazu zu brechen. Egal, etwas anderes hatte ich nicht zur Hand. Und ja, beim Baujahr meines Model T war dieser Draht schon nicht mehr aus Messing. Ich weiss.
Das mit dem Brechen des Drahtes erschien mir generell ein Problem zu sein. Bei jedem Ausbau des Kühlers muss auch der Draht entfernt werden. Potentiell mit der Gefahr beim Zurückbiegen zu brechen.
Ich habe mich dann dazu entschlossen den Draht zu teilen und mit einer Messinghülse zu verlöten. Damit kann man ohne grossen Aufwand den Draht wieder teilen, wenn der Kühler ausgebaut werden muss.
Auf dem Bild sind die beiden Drähte zu sehen, allerdings nicht nicht in der korrekten Länge. Vorne liegt schon das passende Messingrohr.
So sah es dann aus, als alles fertig war:
Nun hat aber auch jedes Model T eine Kurbel zum Anlassen des Motors. Aus diesem Grund gibt es auch noch eine "Fernbedienung" auf der Vorderseite des Kühlers. Damit kann man den Choke betätigen, wenn man das Model T mittels Kurbel anlässt. Die Fernbedienung ist nichts anderes als ein Draht, der durch den Kühler gesteckt wird. Vorne am Kühler ist ein Auge gebogen, um mit dem Finger den Choke zu ziehen:
Hinten wird der Draht durch einen Hebel am Vergaser geführt und dort umgebogen:
Im Eifer des Gefechtes habe ich mich leider mit der Länge des Drahtes vertan, so daß der Choke immer leicht gezogen war. Das ging natürlich gar nicht. Beim Zurückbiegen des Drahtes habe ich auch gemerkt, daß ein Messingdraht nicht die ideale Lösung ist. Der lässt sich einmal schön biegen, neigt aber beim Zurückbiegen dazu zu brechen. Egal, etwas anderes hatte ich nicht zur Hand. Und ja, beim Baujahr meines Model T war dieser Draht schon nicht mehr aus Messing. Ich weiss.
Das mit dem Brechen des Drahtes erschien mir generell ein Problem zu sein. Bei jedem Ausbau des Kühlers muss auch der Draht entfernt werden. Potentiell mit der Gefahr beim Zurückbiegen zu brechen.
Ich habe mich dann dazu entschlossen den Draht zu teilen und mit einer Messinghülse zu verlöten. Damit kann man ohne grossen Aufwand den Draht wieder teilen, wenn der Kühler ausgebaut werden muss.
Auf dem Bild sind die beiden Drähte zu sehen, allerdings nicht nicht in der korrekten Länge. Vorne liegt schon das passende Messingrohr.
So sah es dann aus, als alles fertig war:
Dienstag, 22. Juli 2014
Neue Öldichtungen und Lagerschalen für die Hinterachse
Mit dem Ausdistanzieren von Tellerrad und Antriebsritzel war es in Sachen Hinterachse leider noch nicht getan.
Ich habe moderne Öldichtungen eingebaut, die verhindern sollen, daß das Öl aus der Hinterachse bei Schräglage des Fahrzeuges an den Lagerstellen austritt und auf die Bremsen läuft. Öl auf eine Backenbremse ist keine gute Idee und kann schlimm enden.
Das Aufbringen der modernen Gummidichtungen ist sehr einfach. Man muss nur beachten, daß man die Nut der Feder, die das Hinterrad gegen Verdrehen auf der Achse schützt, mit Isolierband abklebt. Sonst besteht die Gefahr, daß die neue Dichtung an den scharfen Kanten der Nut geschlitzt und damit zerstört wird.
So sehen die Dichtungen aus:
Wichtig ist auch, daß diese mit der Gummiseite nach innen auf die Achse gesteckt werden, sonst bekommt man später die Lager nicht mehr in die Achse.
Die Gummimanschetten sitzen verdammt stramm auf der Achse. Gut schmieren beim Einbau ist hier Pflicht, sonst sind die Dinger hinüber bevor sie in der richtigen Position sind:
Wenn die Gummis erst einmal über den Konus drüber sind, dann schiebt man diese mit zwei Schraubendrehern oder ähnlichem einfach bis zum Anschlag in den Achskörper rein:
Bei der Gelegenheit habe ich auch gleich die Lagerschalen der Hinterachslager getauscht. Erst habe ich noch gedacht, daß das nicht notwendig sei, die alten Lagerschalen sahen noch recht gut aus. Nachden diese ausgebaut waren, war ich allerdings doch überzeugt, daß es an der Zeit ist die neuen Lagerschalen einzubauen. Was soll's. Im Regal nutzen sie eh wenig.
Mit dem genialen Werkzeug und einer Schlauchschelle ist der Wechsel der Lagerschalen ein Kinderspiel und ist in ein paar Minuten erledigt:
Ich habe moderne Öldichtungen eingebaut, die verhindern sollen, daß das Öl aus der Hinterachse bei Schräglage des Fahrzeuges an den Lagerstellen austritt und auf die Bremsen läuft. Öl auf eine Backenbremse ist keine gute Idee und kann schlimm enden.
Das Aufbringen der modernen Gummidichtungen ist sehr einfach. Man muss nur beachten, daß man die Nut der Feder, die das Hinterrad gegen Verdrehen auf der Achse schützt, mit Isolierband abklebt. Sonst besteht die Gefahr, daß die neue Dichtung an den scharfen Kanten der Nut geschlitzt und damit zerstört wird.
So sehen die Dichtungen aus:
Wichtig ist auch, daß diese mit der Gummiseite nach innen auf die Achse gesteckt werden, sonst bekommt man später die Lager nicht mehr in die Achse.
Die Gummimanschetten sitzen verdammt stramm auf der Achse. Gut schmieren beim Einbau ist hier Pflicht, sonst sind die Dinger hinüber bevor sie in der richtigen Position sind:
Wenn die Gummis erst einmal über den Konus drüber sind, dann schiebt man diese mit zwei Schraubendrehern oder ähnlichem einfach bis zum Anschlag in den Achskörper rein:
Bei der Gelegenheit habe ich auch gleich die Lagerschalen der Hinterachslager getauscht. Erst habe ich noch gedacht, daß das nicht notwendig sei, die alten Lagerschalen sahen noch recht gut aus. Nachden diese ausgebaut waren, war ich allerdings doch überzeugt, daß es an der Zeit ist die neuen Lagerschalen einzubauen. Was soll's. Im Regal nutzen sie eh wenig.
Mit dem genialen Werkzeug und einer Schlauchschelle ist der Wechsel der Lagerschalen ein Kinderspiel und ist in ein paar Minuten erledigt:
Abonnieren
Posts (Atom)





















