Im Post Kleine Gemeinheiten habe ich berichtet, daß eine der Glassicherungen für Blinker/Bremslicht zwar äusserlich unbeschädigt aussah, allerdings keinen Strom durchgelassen hat.
Kein Problem, dachte ich mir, kaufste einfach ein paar Ersatzsicherungen, man kann ja nie wissen. War dann doch ein Problem. Es sind amerikanische Sicherungen. Solche Abmessungen habe ich nirgends bekommen, weder beim Bosch-Dienst, noch bei ATU, noch bei Elektronik Conrad.
Sicherheitshalber habe ich dann beschlossen auf die heute gebräuchlichen Flachsicherungen umzurüsten. Die bekommt man überall.
Ein größer Akt war der Austausch nicht. Alte Sicherungshalter rausgezwickt und neue eingelötet. Schrumpfschlauch über die Lötstellen und fertig. Im Bild sieht man oben die gelieferte Sicherung inklusive Halter und unten die blaue Flachsicherung nebst zugehörigem Halter. Na wenigstens ist der neue Halter schwarz.
Sehen wird das sowieso niemand. Es ist alles gut unter dem Armaturenbrett versteckt:
Puristen möchten bitte wegschauen. Ja, ich habe unter dem Armaturenbrett moderne Kunststoffteile für die Fixierung der Kabel verwendet.
In diesem Blog werde ich in loser Folge meine Erfahrungen und Erlebnisse mit meinem Ford Model T Touring, Baujahr 1923, veröffentlichen.
Donnerstag, 17. Juli 2014
Montag, 7. Juli 2014
Die "Outside Oil line" und amerikanische 10 Minuten
Eine der Hauptängste der Model T Fahrer war schon zu damaliger Zeit die mangelnde Versorgung des vordersten Kurbelwellenlagers mit Motoröl und der daraus resultierende Motorschaden. Auch wenn sich die Experten bis heute über Sinn einer zusätzlichen Ölleitung streiten, so ganz abwägig ist die Angst vielleicht nicht. Da der Model T Motor ja keine Ölpumpe besitzt, wird das Öl nur vom Flywheel auf der Rückseite des Motors herumgeschleudert. Im Motor gibt es dann eine Inner Oilline, die einen Teil des Öl nach vorne befördern soll zur Schmierung der vorderen Lager. Durch die verwendeten Baumwollbänder im Getriebe und allen möglichen anderen Dreck im Motoröl (Einen Ölfilter hat ein Model T natürlich auch nicht!) bestand die Gefahr, daß diese dünne Ölleitung verstopfte und die Ölversorgung der vorderen Lager nicht mehr gegeben war.
Aus diesem Grund wurde gerne zusätzlich eine sog. Outside Oil Line angebracht. Von Prinzip her nichts anderes als ein Kupferrohr, das ein bisschen Öl am Magneto-Post aufsammelt und aussen am Motor entlang nach vorne leitet und dort wieder in den Motor einlässt.
Laut der Webseite des Model T Teilehändlers Lang's ist das Montieren einer solchen Ölleitung eine Sache, die jeder in 10 Minuten schaffen sollte.
Alleine wenn ich mir das Tütchen mit der Teilesammlung so angesehen habe, kamen mir schon Zweifel an der Sache mit den 10 Minuten.
Neben der eigentlich Oil line in aufgerollter Form befinden sich in der Tüte noch der sog. Magneto-Post inklusive Schrauben und Dichtung. Die Befestigung der Oil line am Magnetopost, sowie das Anschlusstück für das untere Ende der Leitung.
Zunächst habe ich den Magneto Post ausgetauscht. Um den ging es im April schon mal. Siehe Neuer Magneto Post .
Dichtung aufgeklebt, angeschraubt und fertig. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, daß ich das Teil noch zwei Mal wieder ausbauen würde.
Links ist übrigens im Bild noch die alte Outside Oil Line zu sehen. Ja, mein Model T hatte, wie wohl fast alle Model Ts, schon eine Outside Oil Line montiert.
Nun habe ich die alte Outside Oil line ausgebaut. Oben war sie ja schon lose und unten habe ich einfach die Rohrmutter abgedreht. Was soll das denn? Da steckte im Gewinde im Motorblock noch eine Gewindebuche für die Aufnahme der Oil Line. Das war an der neuen Oil Line anders gelöst, also musste dieses Stück Metall da raus.
Nach einigem Überlegen griff ich zum Seitenschneider und drehte das Teil mit Gewalt heraus. Zimperlich brauchte ich ja nicht sein, das Teil wanderte sowieso in den Abfallkorb.
Ging dann letzendlich einfacher als erwartet. Die Gewindebuchse leistete kaum Widerstand.
Bei der neuen Outside Oil Line ist die untere Befestigung im Motorblock etwas schlauer gelöst. Hier ist an der Gewindebuchse noch eine Schlüsselfläche angebracht. Zum Abdichten habe ich noch Teflonband rumgewickelt und den Kram in den Motorblock eingedreht.
Na, denkt jemand noch an die besagten 10 Minuten? Und ich bin noch lange nicht fertig!
Jetzt musste noch die Leitung, die ja zu einer Rolle aufgewickelt war, wieder auseinandergedröselt werden und von Hand so hingebogen werden, daß das Öl ohne Hindernis fliessen konnte. Das Biegen des Kupferrohres ging besser als erwartet. Man muss es eben nur mit der Hand machen und keine kantigen Gegenstände benutzen, weil die Leitung sonst geknickt werden könnte.
Nach ca. einer Stunde !!!!! hatte ich die Leitung dann in eine Form gebracht, die mir gefallen hat.
Der Anschluss unten war auch kein Problem. Ist auf dem Bild noch etwas schief, habe ich später korrigiert.
Die Leitung lief dann in sauberen Bögen nach oben:
Nun ja. Und da kam es dann zum erneuten Ausbauen des bereits verklebten Magneto Post, weil ich nicht bedacht hatte, daß man das obere Anschlusstück nur aufschrauben kann, wenn der Magneto-Post noch nicht auf dem Motorblock verschraubt ist. Mist. Echt peinlich für einen Ingenieur, der sich die Teile vor der Montage minutenlang angesehen hatte, um genau solche Dinge zu vermeiden.
Ein weiteres Mal musste ich den Magneto-Post abschrauben, weil die Teflondichtung beim ersten Versuch nicht richtig angebracht war. Schliesslich war die Leitung aber ordentlich verlegt und eingebaut:
So, und nun noch einmal zu den 10 Minuten: Also ich habe insgesamt fast drei Stunden mit dem Einbau der Leitung zugebracht. Gut, zieht man den Ausbau der alten Leitung und meine Blindleistung ab, dann bleiben aber immer noch zwei Stunden übrig. Typisch Amerika: Werbung ist eben alles.
Aus diesem Grund wurde gerne zusätzlich eine sog. Outside Oil Line angebracht. Von Prinzip her nichts anderes als ein Kupferrohr, das ein bisschen Öl am Magneto-Post aufsammelt und aussen am Motor entlang nach vorne leitet und dort wieder in den Motor einlässt.
Laut der Webseite des Model T Teilehändlers Lang's ist das Montieren einer solchen Ölleitung eine Sache, die jeder in 10 Minuten schaffen sollte.
Alleine wenn ich mir das Tütchen mit der Teilesammlung so angesehen habe, kamen mir schon Zweifel an der Sache mit den 10 Minuten.
Neben der eigentlich Oil line in aufgerollter Form befinden sich in der Tüte noch der sog. Magneto-Post inklusive Schrauben und Dichtung. Die Befestigung der Oil line am Magnetopost, sowie das Anschlusstück für das untere Ende der Leitung.
Zunächst habe ich den Magneto Post ausgetauscht. Um den ging es im April schon mal. Siehe Neuer Magneto Post .
Dichtung aufgeklebt, angeschraubt und fertig. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, daß ich das Teil noch zwei Mal wieder ausbauen würde.
Links ist übrigens im Bild noch die alte Outside Oil Line zu sehen. Ja, mein Model T hatte, wie wohl fast alle Model Ts, schon eine Outside Oil Line montiert.
Nun habe ich die alte Outside Oil line ausgebaut. Oben war sie ja schon lose und unten habe ich einfach die Rohrmutter abgedreht. Was soll das denn? Da steckte im Gewinde im Motorblock noch eine Gewindebuche für die Aufnahme der Oil Line. Das war an der neuen Oil Line anders gelöst, also musste dieses Stück Metall da raus.
Nach einigem Überlegen griff ich zum Seitenschneider und drehte das Teil mit Gewalt heraus. Zimperlich brauchte ich ja nicht sein, das Teil wanderte sowieso in den Abfallkorb.
Ging dann letzendlich einfacher als erwartet. Die Gewindebuchse leistete kaum Widerstand.
Bei der neuen Outside Oil Line ist die untere Befestigung im Motorblock etwas schlauer gelöst. Hier ist an der Gewindebuchse noch eine Schlüsselfläche angebracht. Zum Abdichten habe ich noch Teflonband rumgewickelt und den Kram in den Motorblock eingedreht.
Na, denkt jemand noch an die besagten 10 Minuten? Und ich bin noch lange nicht fertig!
Jetzt musste noch die Leitung, die ja zu einer Rolle aufgewickelt war, wieder auseinandergedröselt werden und von Hand so hingebogen werden, daß das Öl ohne Hindernis fliessen konnte. Das Biegen des Kupferrohres ging besser als erwartet. Man muss es eben nur mit der Hand machen und keine kantigen Gegenstände benutzen, weil die Leitung sonst geknickt werden könnte.
Nach ca. einer Stunde !!!!! hatte ich die Leitung dann in eine Form gebracht, die mir gefallen hat.
Der Anschluss unten war auch kein Problem. Ist auf dem Bild noch etwas schief, habe ich später korrigiert.
Die Leitung lief dann in sauberen Bögen nach oben:
Nun ja. Und da kam es dann zum erneuten Ausbauen des bereits verklebten Magneto Post, weil ich nicht bedacht hatte, daß man das obere Anschlusstück nur aufschrauben kann, wenn der Magneto-Post noch nicht auf dem Motorblock verschraubt ist. Mist. Echt peinlich für einen Ingenieur, der sich die Teile vor der Montage minutenlang angesehen hatte, um genau solche Dinge zu vermeiden.
Ein weiteres Mal musste ich den Magneto-Post abschrauben, weil die Teflondichtung beim ersten Versuch nicht richtig angebracht war. Schliesslich war die Leitung aber ordentlich verlegt und eingebaut:
So, und nun noch einmal zu den 10 Minuten: Also ich habe insgesamt fast drei Stunden mit dem Einbau der Leitung zugebracht. Gut, zieht man den Ausbau der alten Leitung und meine Blindleistung ab, dann bleiben aber immer noch zwei Stunden übrig. Typisch Amerika: Werbung ist eben alles.
Dienstag, 1. Juli 2014
Kleine Gemeinheit
Manchmal passieren einem Dinge, die man nicht für möglich halten würde.
Da nun alle Lichter und Blinker angeschlossen waren, musste alles auch ausprobiert werden.
Kein Problem mit dem Fahrlicht. Funktionierte auf Anhieb vorne und hinten. Ist ja auch nicht weiter kompliziert.
Lediglich der Blinker hat mich geärgert. Nichts ging. Rein gar nichts. Nicht mal gezuckt hat er einmal.
Ich alles kontrolliert und konnte keine Fehler finden. Zum x-ten Male die nicht gerade einfach zu verstehende Einbauanleitung gelesen. Ok, da war nicht die Rede von einem Massekabel, das man vom Blinkerschaltergehäuse an die Fahrzeugmasse verlegen soll. Masseleitung reingefrickelt (elendes Gefummel). Ergebnis: Null und nichts. Er blinkte einfach nicht.
Wieder alles kontrolliert. Diesmal mit dem Messgerät von der Batterie her alles durchgegangen. Alles ok bis es zur Sicherung ging, die die Blinker extra absichert (Die laufen nicht über die Hauptsicherung, sonst zappelt das Amperemeter beim Blinken ständig). Hinter der Sicherung war es vorbei mit dem Strom. Also die Sicherung wieder unter dem Armaturenbrett gerausgepopelt. Nichts zu sehen. Es ist eine normale Schmelzsicherung, die aber optisch vollkommen in Ordnung zu sein schien. Mein Verdacht ging dann erst einmal in Richtung Kontakte des Sicherungsgehäuses. Das aber alles in Ordnung.
Ich habe dann mal den Widerstand der Sicherung gemessen und dachte erst mein Messgerät veralbert mich. kein Durchlass. Nichts.
Zum Glück wird das Bremslicht mit einer identischen Sicherung abgesichert. Diese passte auch beim Nachmessen:
Unglaublich. Da war doch tatsächlich die neue Sicherung defekt, obwohl man es ihr nicht angesehen hat. Und ich hatte schon gedacht, daß ich einen Fehler mit der Verkabelung der Blinker gemacht hatte.
Nachdem die Sicherung getauscht war haben auch die Blinker einwandfrei funktioniert.
Das Massekabel vom Blinkerschaltergehäuse hat man übrigens tatsächlich gebraucht. Nicht wegen der Blinkerleuchten, sondern wegen der Kontrollampe im Blinkerschalter. Diese funktionert ohne das zusätzliche Massekabel nämlich nicht.Und wieder was gelernt.
Da nun alle Lichter und Blinker angeschlossen waren, musste alles auch ausprobiert werden.
Kein Problem mit dem Fahrlicht. Funktionierte auf Anhieb vorne und hinten. Ist ja auch nicht weiter kompliziert.
Lediglich der Blinker hat mich geärgert. Nichts ging. Rein gar nichts. Nicht mal gezuckt hat er einmal.
Ich alles kontrolliert und konnte keine Fehler finden. Zum x-ten Male die nicht gerade einfach zu verstehende Einbauanleitung gelesen. Ok, da war nicht die Rede von einem Massekabel, das man vom Blinkerschaltergehäuse an die Fahrzeugmasse verlegen soll. Masseleitung reingefrickelt (elendes Gefummel). Ergebnis: Null und nichts. Er blinkte einfach nicht.
Wieder alles kontrolliert. Diesmal mit dem Messgerät von der Batterie her alles durchgegangen. Alles ok bis es zur Sicherung ging, die die Blinker extra absichert (Die laufen nicht über die Hauptsicherung, sonst zappelt das Amperemeter beim Blinken ständig). Hinter der Sicherung war es vorbei mit dem Strom. Also die Sicherung wieder unter dem Armaturenbrett gerausgepopelt. Nichts zu sehen. Es ist eine normale Schmelzsicherung, die aber optisch vollkommen in Ordnung zu sein schien. Mein Verdacht ging dann erst einmal in Richtung Kontakte des Sicherungsgehäuses. Das aber alles in Ordnung.
Ich habe dann mal den Widerstand der Sicherung gemessen und dachte erst mein Messgerät veralbert mich. kein Durchlass. Nichts.
Zum Glück wird das Bremslicht mit einer identischen Sicherung abgesichert. Diese passte auch beim Nachmessen:
Unglaublich. Da war doch tatsächlich die neue Sicherung defekt, obwohl man es ihr nicht angesehen hat. Und ich hatte schon gedacht, daß ich einen Fehler mit der Verkabelung der Blinker gemacht hatte.
Nachdem die Sicherung getauscht war haben auch die Blinker einwandfrei funktioniert.
Das Massekabel vom Blinkerschaltergehäuse hat man übrigens tatsächlich gebraucht. Nicht wegen der Blinkerleuchten, sondern wegen der Kontrollampe im Blinkerschalter. Diese funktionert ohne das zusätzliche Massekabel nämlich nicht.Und wieder was gelernt.
Freitag, 27. Juni 2014
Batteriehalter und Massebänder
Um den Batteriehalter ging es ja bereits im Mai schon mal. Damals habe ich diesen neu lackiert.
Jetzt musste natürlich auch noch ein Brett unten rein, auf dem die Batterie steht. Das hat nicht nur den Sinn, dass die Batterie ordentlich steht, sondern auch, daß die Batteriepole auf der Oberseite ein klein wenig über den metallischen Batteriehalter überstehen. Damit kommt es nicht zu einem Kurzschluss, wenn man den Pluspol anschliesst.
Das Brett habe ich mit aus Resten der Terassenbretter zusammengebaut. Ist nicht "original", ich weiß. Das war ein schlichtes glattes Brett eingebaut.
Mit dem Batteriehalter habe ich auch gleich das Thema "Massekabel" abgehandelt. Das war mittels Bosch-Dienst in Regensburg auch kein Problem. Man muss hier nur einbischen aufpassen was den Querschnitt der Massekabel angeht. Es ist eine 6 Volt Anlage, bei der die doppelten Ströme einer 12 Volt Elektrik fliessen. Es macht wenig Sinn ein 35 Quadrat Millimeter Kabel zum Anlasser zu verlegen und dann ein 25 qmm Masseband zu verwenden. Es gibt auch 50 qmm Massebänder. Nicht sonderlich gebräuchlich, aber jeder Boschdienst kann die kurzfristig besorgen.
Neben der Masseverbindung von der Batterie zum Rahmen empfiehlt es sich auch eine weiter Masseverbinding vom Rahmen zum Motor anzubringen. Starter und Zündung werden es einem danken. Deshalb sind auf dem Bild auch zwei Messebänder zu sehen. Oben für die Batterie, unten für den Motor.
Jetzt musste natürlich auch noch ein Brett unten rein, auf dem die Batterie steht. Das hat nicht nur den Sinn, dass die Batterie ordentlich steht, sondern auch, daß die Batteriepole auf der Oberseite ein klein wenig über den metallischen Batteriehalter überstehen. Damit kommt es nicht zu einem Kurzschluss, wenn man den Pluspol anschliesst.
Das Brett habe ich mit aus Resten der Terassenbretter zusammengebaut. Ist nicht "original", ich weiß. Das war ein schlichtes glattes Brett eingebaut.
Mit dem Batteriehalter habe ich auch gleich das Thema "Massekabel" abgehandelt. Das war mittels Bosch-Dienst in Regensburg auch kein Problem. Man muss hier nur einbischen aufpassen was den Querschnitt der Massekabel angeht. Es ist eine 6 Volt Anlage, bei der die doppelten Ströme einer 12 Volt Elektrik fliessen. Es macht wenig Sinn ein 35 Quadrat Millimeter Kabel zum Anlasser zu verlegen und dann ein 25 qmm Masseband zu verwenden. Es gibt auch 50 qmm Massebänder. Nicht sonderlich gebräuchlich, aber jeder Boschdienst kann die kurzfristig besorgen.
Neben der Masseverbindung von der Batterie zum Rahmen empfiehlt es sich auch eine weiter Masseverbinding vom Rahmen zum Motor anzubringen. Starter und Zündung werden es einem danken. Deshalb sind auf dem Bild auch zwei Messebänder zu sehen. Oben für die Batterie, unten für den Motor.
Generalsanierung der Frontscheinwerfer
Nachdem die Rücklichter nun angebracht waren, war es Zeit sich um die Frontscheinwerfer zu kümmern.
Ganz einfach. Möchte man meinen. Doch dazu etwas später.
Naja, restaurieren kann man in diesem Fall kaum sagen. Ich habe schlicht und ergreifend alle Teile neu gekauft und ausgetauscht. Reflektor, Glas, Dichtung, verstellbare Lampenfassung und das Kunststoffteil für die elektrischen Anschlüsse. Das eingebaute Material hatte wohl doch schon einige Jahre auf dem Buckel und sah auch entsprechend mitgenommen aus.
Die Reflektoren waren fleckig und stumpf. Die ehemaligen Korkdichtungen sind schon beim Zerlegen zerbröselt. Wie stumpf die Reflektoren wirklich waren ist erst beim direkten Vergleich mit den neuen Reflektoren aufgefallen:
Klar, auch diese Reflektoren sind nur verschromt und nicht versilbert, was natürlich wesentlich besser wäre. Interessanterweise gibt es wohl einige Staaten in USA, in denen verschromte Reflektoren nicht erlaubt sind.
Auch bei den Lampenhalterungen hat sich der Austausch gelohnt:
Ich habe die Lampen genau so wieder zusammengebaut, wie ich sie zerlegt habe. Erste den Reflektor ins Gehäuse, dann den Drahtring rein, darauf das Glas und anschliessend den Lampenring aufgedreht. Rein optisch sah das auch alles zunächst einmal einwandfrei aus.
Mir ist aber gleich aufgefallen, daß auf beiden Seiten die Lampengläser locker im Lampenring saßen. Das konnte ich mir nicht vorstellen, daß das auf die Dauer gut gehen würde. Der Motor vibriert und beim Fahren vibrieren die Scheinwerfer auch mit dem Fahrgestell mit. Ne, ne, so ist das bestimmt nicht richtig.
Also im Forum gesucht und auch gleich fündig geworden. Die Montagereihenfolge war falsch.
Es wir zunächst das Glas in den Lampenring eingelegt und mit den dort befindlichen Blechnasen fixiert. Blech an Glas. Das hört sich etwas brutal an. Ist es auch. Es knirscht und knackt schon ein bisschen. Wenn man vorsichtig ist, dann gehen die Gläser nicht kaputt.
Schon beim Zerlegen der Scheinwerfer sind mir diese Nasen aufgefallen. Ich war etwas verwundert, warum im Lampenring solch aufwändige Blechstücke ein gearbeitet waren, die offenbar keine Funktion hatten. Vollkommen ungewöhnlich für ein Model T. Irgendwie ist an einem Model T nichts, was nicht für irgendetwas gut ist.
So sieht das dann aus, wenn man die Blechnasen vorsichtig umgebogen hat und das Glas damit im Ring fixiert ist:
Der Zusammenbau sieht dann folgendermassen aus. In das Scheinwerfergehäuse konnt zuerst der Drahtring. Dann wird darüber der Reflektor mit der aufgeklebten Dichtung gesteckt. Nicht vergessen: Jetzt sollte man die Glühbirne in die Fassung eindrehen, sonst macht man den nächsten Schritt zwei Mal.
Zum Schluss wird dann der Lampenring, der ja das Glas enthält, aufgeschraubt.
Im Nachhinein eigentlich ganz logisch. Ich wäre allerdings nicht darauf gekommen, weil die Scheinwerfer eben anders zusammengebaut waren. Übrigens ein häufig gemachter Fehler. Auf den letzten Model T Treffen habe ich drei Model Ts gesehen, deren Scheinwerfergläser verdreht waren. Das kann eigentlich nur passieren, wenn diese nicht im Lampenring mit den Blechnasen fixiert sind.
Wenn man die Scheinwerfer korrekt montiert, dann klappert da auch nichts mehr. Der Drahtring drückt quasi von hinten den Reflektor mitsamt der Dichtung gegen das Glas.
Wieder was gelernt. Wie würde ich mit dem Model T eigentlich ohne das MTFCA Forum klarkommen?
Ganz einfach. Möchte man meinen. Doch dazu etwas später.
Naja, restaurieren kann man in diesem Fall kaum sagen. Ich habe schlicht und ergreifend alle Teile neu gekauft und ausgetauscht. Reflektor, Glas, Dichtung, verstellbare Lampenfassung und das Kunststoffteil für die elektrischen Anschlüsse. Das eingebaute Material hatte wohl doch schon einige Jahre auf dem Buckel und sah auch entsprechend mitgenommen aus.
Die Reflektoren waren fleckig und stumpf. Die ehemaligen Korkdichtungen sind schon beim Zerlegen zerbröselt. Wie stumpf die Reflektoren wirklich waren ist erst beim direkten Vergleich mit den neuen Reflektoren aufgefallen:
Klar, auch diese Reflektoren sind nur verschromt und nicht versilbert, was natürlich wesentlich besser wäre. Interessanterweise gibt es wohl einige Staaten in USA, in denen verschromte Reflektoren nicht erlaubt sind.
Auch bei den Lampenhalterungen hat sich der Austausch gelohnt:
Ich habe die Lampen genau so wieder zusammengebaut, wie ich sie zerlegt habe. Erste den Reflektor ins Gehäuse, dann den Drahtring rein, darauf das Glas und anschliessend den Lampenring aufgedreht. Rein optisch sah das auch alles zunächst einmal einwandfrei aus.
Mir ist aber gleich aufgefallen, daß auf beiden Seiten die Lampengläser locker im Lampenring saßen. Das konnte ich mir nicht vorstellen, daß das auf die Dauer gut gehen würde. Der Motor vibriert und beim Fahren vibrieren die Scheinwerfer auch mit dem Fahrgestell mit. Ne, ne, so ist das bestimmt nicht richtig.
Also im Forum gesucht und auch gleich fündig geworden. Die Montagereihenfolge war falsch.
Es wir zunächst das Glas in den Lampenring eingelegt und mit den dort befindlichen Blechnasen fixiert. Blech an Glas. Das hört sich etwas brutal an. Ist es auch. Es knirscht und knackt schon ein bisschen. Wenn man vorsichtig ist, dann gehen die Gläser nicht kaputt.
Schon beim Zerlegen der Scheinwerfer sind mir diese Nasen aufgefallen. Ich war etwas verwundert, warum im Lampenring solch aufwändige Blechstücke ein gearbeitet waren, die offenbar keine Funktion hatten. Vollkommen ungewöhnlich für ein Model T. Irgendwie ist an einem Model T nichts, was nicht für irgendetwas gut ist.
So sieht das dann aus, wenn man die Blechnasen vorsichtig umgebogen hat und das Glas damit im Ring fixiert ist:
Der Zusammenbau sieht dann folgendermassen aus. In das Scheinwerfergehäuse konnt zuerst der Drahtring. Dann wird darüber der Reflektor mit der aufgeklebten Dichtung gesteckt. Nicht vergessen: Jetzt sollte man die Glühbirne in die Fassung eindrehen, sonst macht man den nächsten Schritt zwei Mal.
Zum Schluss wird dann der Lampenring, der ja das Glas enthält, aufgeschraubt.
Im Nachhinein eigentlich ganz logisch. Ich wäre allerdings nicht darauf gekommen, weil die Scheinwerfer eben anders zusammengebaut waren. Übrigens ein häufig gemachter Fehler. Auf den letzten Model T Treffen habe ich drei Model Ts gesehen, deren Scheinwerfergläser verdreht waren. Das kann eigentlich nur passieren, wenn diese nicht im Lampenring mit den Blechnasen fixiert sind.
Wenn man die Scheinwerfer korrekt montiert, dann klappert da auch nichts mehr. Der Drahtring drückt quasi von hinten den Reflektor mitsamt der Dichtung gegen das Glas.
Wieder was gelernt. Wie würde ich mit dem Model T eigentlich ohne das MTFCA Forum klarkommen?
Donnerstag, 29. Mai 2014
Überarbeiten der Elektrik, Teil 7: Rücklichter verkabeln
Die Verkabelung der Rücklichter hat mir einige graue Haare beschert. Ich wollte die Verkabelung so "unsichtbar" wie möglich machen, kam aber lange Zeit nicht drauf wie ich es machen könnte.
Irgendwann kam mir dann die Idee die Kabel "innen", zwischen der Rückenlehne und der Karosserie zu verlegen. Die Nylonschnüre zum Durchziehen der Kabel habe ich ja zusammen mit Uwe schon vor einiger Zeit eingefädelt. Jetzt mussten die Rücklichter nur noch verkabelt werden.
Die Kabel des neuen Kabelbaumes habe ich dabei von unten durch die Ablage unter der Rücksitzbank geführt. Dort waren links und rechts schon Öffnungen. Die musste ich lediglich etwas vergrößern und zum Schutz eine Gummitülle einfügen.
Zur Orientierung. Im Bild schaut man quasi von der rechten hinteren Tür auf die Ecke Rückenlehne/linke Fahrzeugseite.
Auf dem Bild sieht man gut die rote Schnur, mit der dann das Kabel hinter dem Sitzbezug nach oben gezogen wird.
So sah das Ganze aus, nachdem ich die Kabel für die Rücklichter mit dem Kabelbaum verbunden hatte (Achtung: Das Bild zeigt jetzt die andere Fahrzeugseite):
Von rechts kommt das Ende des Kabelbaums aus dem Boden und nach links unter das Blech verschwindet das Kabel, das zum Rücklicht geht. Der Kabelverbinder wurde später noch festgeschraubt, damit sich kein Gepäckstück darin verheddert und die Verkabelung beschädigt.
Bei den Rücklichtern kommt das Kabel aus dem Loch in der Karosserie wieder heraus, in dem die Halterung befestigt ist, auf der das Dach im geöffneten Zustand aufliegt.
Von dort aus verschwindet es in einem kurzen Bogen direkt im Lampengehäuse.
Der schwierigste Teil ist damit geschafft. Der Anschluss der Lampen ist nur noch eine Kleinigkeit.
Man glaubt es nicht, aber allein mit dem hier gezeigten Verlegen der Kabel und dem Anschliessen der Lampen war ich einen halben Tag beschäftigt.
Irgendwann kam mir dann die Idee die Kabel "innen", zwischen der Rückenlehne und der Karosserie zu verlegen. Die Nylonschnüre zum Durchziehen der Kabel habe ich ja zusammen mit Uwe schon vor einiger Zeit eingefädelt. Jetzt mussten die Rücklichter nur noch verkabelt werden.
Die Kabel des neuen Kabelbaumes habe ich dabei von unten durch die Ablage unter der Rücksitzbank geführt. Dort waren links und rechts schon Öffnungen. Die musste ich lediglich etwas vergrößern und zum Schutz eine Gummitülle einfügen.
Zur Orientierung. Im Bild schaut man quasi von der rechten hinteren Tür auf die Ecke Rückenlehne/linke Fahrzeugseite.
Auf dem Bild sieht man gut die rote Schnur, mit der dann das Kabel hinter dem Sitzbezug nach oben gezogen wird.
So sah das Ganze aus, nachdem ich die Kabel für die Rücklichter mit dem Kabelbaum verbunden hatte (Achtung: Das Bild zeigt jetzt die andere Fahrzeugseite):
Von rechts kommt das Ende des Kabelbaums aus dem Boden und nach links unter das Blech verschwindet das Kabel, das zum Rücklicht geht. Der Kabelverbinder wurde später noch festgeschraubt, damit sich kein Gepäckstück darin verheddert und die Verkabelung beschädigt.
Bei den Rücklichtern kommt das Kabel aus dem Loch in der Karosserie wieder heraus, in dem die Halterung befestigt ist, auf der das Dach im geöffneten Zustand aufliegt.
Von dort aus verschwindet es in einem kurzen Bogen direkt im Lampengehäuse.
Der schwierigste Teil ist damit geschafft. Der Anschluss der Lampen ist nur noch eine Kleinigkeit.
Man glaubt es nicht, aber allein mit dem hier gezeigten Verlegen der Kabel und dem Anschliessen der Lampen war ich einen halben Tag beschäftigt.
Mittwoch, 28. Mai 2014
Überarbeiten der Elektrik, Teil 6: Anschluss des Blinkerschalters
Meinen Blinkerschalter habe ich mir in Amerika mitbestellt, weil es dazu auch einen passenden Kabelsatz gibt und gute Schaltpläne.
Er ist aus einem Truck und sieht auf den ersten Blick etwas brachial aus. Passt eingebaut aber eigentlich ganz gut zum Model T.
Warnung: Die Montage dieses Blinkerschalters sollte man nur in Angriff nehmen, wenn man es nicht eilig hat und sich auch sonst eher in einer ausgeglichenen Gemütslage befindet.
Es ist mechanisch gesehen ein fürchterliches Gefummel dieses Teil korrekt an der Lenksäule zu befestigen. Auch elektrisch gesehen ist es mühsam, weil das Model T auf der Fahrerseite keine Tür hat. Man hängt entweder von der linken Seite her über der Seitenwand und verrenkt sich das Kreuz oder man liegt von der rechten Seite her im Fahrzeug und kommt an manche Sachen nicht ran.
Nachdem ich eine geeignete Stelle für den Blinkerschalter ausgemacht hatte und diesen dann eingebaut hatte, ist mir aufgefallen, daß es irgendwie wenig Sinn macht, die sieben Kabel, die vom Schalter weggehen, unters Armaturenbrett zu führen um diese dort mit dem zugehörigen Kabelbaum zu verbinden. Der Kabelbaum war so lang, dass die Kabel auch direkt bis zum Schalter geführt werden konnten.
Ich habe mir die Sache dann genauer angesehen und beschlossen den Kabelstrang am Schalter zu entfernen und die Kabel des Kabelbaums direkt am Schalter anzulöten.
Vorteil: 7 anfällige Kabelverbindungen weniger.
Nachteil: Sollte der Schalter mal ausgetauscht werden müssen, dann geht das nur mit dem Lötkolben.
Auf dem Bild sind noch die originalen Kabel angelötet und der Kabelbaum liegt darüber:
Ich habe also die alten Kabel entfernt und die Kabel des Kabelbaumes eingelötet. Auf dem nächsten Bild sind schon die neuen Kabel eingelötet:
Optisch schön sind die Lötstellen nicht unbedingt geworden. Besser habe ich es aber nicht hinbekommen.
Die nachfolgende Bilder zeigen den Blinkerschalter im eingebauten Zustand.
Er ist aus einem Truck und sieht auf den ersten Blick etwas brachial aus. Passt eingebaut aber eigentlich ganz gut zum Model T.
Warnung: Die Montage dieses Blinkerschalters sollte man nur in Angriff nehmen, wenn man es nicht eilig hat und sich auch sonst eher in einer ausgeglichenen Gemütslage befindet.
Es ist mechanisch gesehen ein fürchterliches Gefummel dieses Teil korrekt an der Lenksäule zu befestigen. Auch elektrisch gesehen ist es mühsam, weil das Model T auf der Fahrerseite keine Tür hat. Man hängt entweder von der linken Seite her über der Seitenwand und verrenkt sich das Kreuz oder man liegt von der rechten Seite her im Fahrzeug und kommt an manche Sachen nicht ran.
Nachdem ich eine geeignete Stelle für den Blinkerschalter ausgemacht hatte und diesen dann eingebaut hatte, ist mir aufgefallen, daß es irgendwie wenig Sinn macht, die sieben Kabel, die vom Schalter weggehen, unters Armaturenbrett zu führen um diese dort mit dem zugehörigen Kabelbaum zu verbinden. Der Kabelbaum war so lang, dass die Kabel auch direkt bis zum Schalter geführt werden konnten.
Ich habe mir die Sache dann genauer angesehen und beschlossen den Kabelstrang am Schalter zu entfernen und die Kabel des Kabelbaums direkt am Schalter anzulöten.
Vorteil: 7 anfällige Kabelverbindungen weniger.
Nachteil: Sollte der Schalter mal ausgetauscht werden müssen, dann geht das nur mit dem Lötkolben.
Auf dem Bild sind noch die originalen Kabel angelötet und der Kabelbaum liegt darüber:
Ich habe also die alten Kabel entfernt und die Kabel des Kabelbaumes eingelötet. Auf dem nächsten Bild sind schon die neuen Kabel eingelötet:
Optisch schön sind die Lötstellen nicht unbedingt geworden. Besser habe ich es aber nicht hinbekommen.
Die nachfolgende Bilder zeigen den Blinkerschalter im eingebauten Zustand.
Der Blechstreifen, der den Schalter an der Lenksäule fixiert, wurde von
mir auch noch mit Schrumpfschlauch verkleidet. Sieht zwar optisch jetzt
besser aus, erschwert aber die Montage erheblich, weil man nun das
Blech mitsamt dem Schrumpfschlauf kaum noch unter der Kabelführung für
die Hupe durchbekommt. Ist irgendwie schwierig zu erklären, muss man gesehen haben.
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